Schach lernen

Wer (nur) im Kreis der Familie oder Bekannten spielen möchte, benötigt keine Schachausbildung. Es reicht aus, die Gangart der Figuren zu kennen. Dann kann Schach wie Halma, Dame oder andere Brettspiele mehr oder weniger ernst gespielt werden. Ein Mini-Schachlehrbuch des Deutschen Schachbundes unterstützt dabei.

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Steigt aber der Anspruch an sich selbst oder wird der Ehrgeiz geweckt, weil Spiele unerklärlich oft verloren werden und sich der Sinn des Zusammenspiels der Figuren nicht erschließen mag, dann wird Ausbildungs-Literatur benötigt (kein Computer!).

Zum jeweiligen Lehrbuch gehört daneben immer ein Schachbrett mit Figuren (beides wegen der Größe möglichst in FIDE-Turnier-Norm), da mit dem Buch am Brett visuell gearbeitet werden muss!
Schach schult nachgewiesenermaßen das Gedächtnis, die Konzentrationsfähigkeit und das Vorstellungsvermögen, aber ohne Fleiß beim Studium der Lehrbücher geht gar nichts!

Spielmaterial
Wer noch kein Schachspiel besitzt, sollte sich für das Lernen zu Hause eine Grundausrüstung anschaffen. Dafür nachstehend ein paar Informationen, was zum Lernen benötigt wird. Selbstverständlich steht es frei, wo die benötigte Ausrüstung gekauft wird. Das Spielmaterial bitte nicht ins Spiellokal mitbringen, der Verein hat genug!

Wir unterrichten nach dem Lehrbuch "Zug um Zug", Gesamtausgabe der Bände I – III, Helmut Pfleger, Eugen Kurz, Gerd Treppner; ca. 10 €.

Das ist das Offizielle Lehrbuch des Deutschen Schachbundes mit Aufgaben zur Erringung des Bauern-, Turm- und Königsdiploms. Die Diplome braucht man selbstverständlich nicht, aber die Prüfungen sollte jeder ambitionierte Schachspieler auf Anhieb bestehen. Das Buch vermittelt die Schachregeln, Taktik wie Fesselungen, Gabeln, Abzugs- und Doppelschach, Opfer, Drohungen und Mattbilder, Grundsätze der Eröffnungsbehandlung, des Mittel- und Endspiels sowie der Strategie, Taktik und Positionen.

Schachbrett und Figuren sollen der FIDE-Norm (Weltverband) entsprechen (Königshöhe ca. 95 mm, höher als die Dame, Staunton-Figuren mit Gewicht im Figurensockel; Brett mit einer Feldgröße von ca. 55 mm – Holz oder Plastik). Das „große“ Brett dient dem Schachschüler, sein fotografisches Gedächtnis zu schulen.

Das Selbststudium:
Wenn täglich maximal eine Stunde konzentriert mit dem Buch gearbeitet wird und bei Verhinderung die Stunde einfach ausfällt, also nicht am nächsten Tag 2 Stunden lernen wollen, dann wird bei drei Stunden wöchentlich das Buch in rund einem halben Jahr durchgearbeitet sein. Manche schaffen das schneller, vergessen aber dabei, dass der Buchinhalt im Kopf dauerhaft abgespeichert werden muss.
Lernen heißt also auch immer wieder wiederholen, was noch nicht im Kopf sitzt.

Besuch der Spielabende
Das Gelernte wird regelmäßig jeden Freitagabend zwischen 19 Uhr und 20 Uhr im Spiellokal präsentiert, der Lernfortschritt wird gemeinsam beurteilt. Dabei werden Fragen zum Buch, zu den darin enthaltenen Aufgaben und zu sonstigen Problemen Hilfe gegeben, das erlernte Wissen geprüft und begründet, warum das eine besser als das andere gilt. So führen wir die Schachschüler in die Theorien des Zusammenspiels der Figuren ein.

Damit der Spaß am Schach gefördert wird, werden nach Schwierigkeitsgrad unterschiedene Spielpaarungen angesetzt. Absolut wichtig und über das Lernen im Buch hinaus ist das Spielen. Es wird also jeden Freitagabend gespielt und nochmal gespielt! Dabei sollte der Gegner immer etwas stärker sein als man selbst.

Schachschüler
Schachschüler des Vereins sollten sich auf dieser Webseite registrieren, damit ihnen wichtige Informationen nicht vorenthalten sind. Unten rechts in der Fußzeile sind Symbole, die zur Registrierung und Anmeldung dienen.